Burnout besiegen, aber wie? - 7 Tipps eines Betroffenen 

Ich war selbst vom Burnout betroffen und habe recht lange nach Lösungen gesucht. Neben meinem Burnout Buch möchte ich Ihnen auch mit diesen Tipps helfen, Ihren Burnout schneller zu besiegen.

1) Bring dich wieder ins Gleichgewicht, hör auf deinen Körper und tue ausschließlich das, was dir gut tut

Die Ursache meines Burnouts: Ich habe zulange auf das gehört, was mir mein Kopf, meine Gedanken, gesagt haben. Schneller, höher, weiter sollte es für sie gehen. Die Bedürfnisse meines Körpers, zum Beispiel nach Pausen, Bewegung, Schlaf etc. habe dabei zu lange überhört, beziehungswiese ignoriert. Mein inneres Gleichgewicht geriet aus den Fugen.

Mein oberstes Ziel war es demnach, dieses innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Und dies bedeutete zunächst, meinen Körper wieder aufzubauen, indem ich ihm das gab wonach er lechzte: Ruhe.

2) Akzeptiere, dass aktuell etwas mit dir nicht stimmt

Insbesondere am Anfang meines Burnouts wollte ich nicht wahrhaben, dass etwas mit mir nicht stimmt und ich habe mir eingeredet, dass das alles nicht sein kann. Weder diese verwirrenden Gedanken, die Schwindelgefühle, noch meine plötzlich auftretenden Angstzustände. Doch, es war die Realität.

Erst, als ich aufgehört habe mit der Realität zu hadern, war ich offen genug dafür, an der/den Ursache(n) zu arbeiten, anstatt mir über die Symptome den Kopf zu zerbrechen.

 3) Such dir jemanden zum Reden

„Geteiltes Leid, ist halbes Leid.“

Auch ich musste irgendwann erkennen, dass es mich nicht weitergebracht hat, meinen Zustand nur mit mir selbst auszumachen. Ich brauchte jemanden zum Reden. Jemanden, dem ich mich anvertrauen konnte und die/der weit genug von mir weg war, dass ich ehrlich und offen reden konnte, ohne etwas zu verschweigen. Doch wer konnte das sein? Meine Frau? Meine Eltern? Eine Kollegin / ein Kollege? Ein Freund? ...

Ich fand zunächst in einem Psychologen jemandem, dem ich mich offenbaren und anvertrauen konnte und dann, war es mein Tagebuch, mit dem ich offen reden und ihm alles erzählen konnte. Egal wer, oder was. Hauptsache, da ist jemand, mit dem du offen über das redest, was in dir vorgeht.

4) Brich aus deinen Zwängen aus

Kennst Du das? Einen oder mehrere dieser Zwänge, …

  • …es jedem Recht machen zu wollen, der Partnerin / dem Partner, den Kindern, den Kolleginnen/Kollegen, der Chefin/dem Chef, den Eltern, Freunden, Verwandten, Vereinskameradinnen/-kameraden, Nachbarn …
  • … immer die/der Beste sein zu müssen, um gut nicht als Versager da zu stehen?
  • … stets perfekt sein zu wollen und alles bis ins kleinste Detail fehlerlos zu gestalten?
  • … alles rasch zu erledigen, rasch zu antworten, rasch zu sprechen, zu essen, einfach ständig in Eile zu sein?
  • …dir keine Blöße geben zu wollen, Vorbild zu sein und am besten alles alleine durchzustehen?

Ich fand mich seiner Zeit irgendwie in all den genannten Zwängen wieder und war von ihnen gesteuert, wie eine Maschine. Gefühlskalt und vermeintlich ohne andere Bedürfnisse, als (monetäre) Anerkennung. Doch jede Maschine geht einmal kaputt. So auch ich. Und das war der Moment, in dem mir bewusst wurde, dass ich keine Maschine, sondern ein sehr fragiles Gebilde aus Fleisch und Blut bin. Ein Mensch, mit all seinen Bedürfnissen, Gefühlen und Fehlern, der einem Irrtum unterlegen war. Dem Irrtum, mehr/besser sein zu wollen, als ich bin und mehr leisten zu können, als ich kann. Schluss damit!

5) Lass los und sei offen für eine grundlegende Veränderung in deinem Leben

Es heißt, „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.“ Doch was ist, wenn das bisher Gewohnte nicht mehr funktioniert, dich sogar krank macht? Dann ist Zeit für Veränderung(en).

 

Auch ich habe mich lange an alt vertraute Gewohnheiten geklammert und konnte nicht loslassen, weil ich nicht wusste, wohin mich dieses Loslassen führen würde. … In einen neuen Job? Zu einer anderen Frau? In einen neuen Freundeskreis? Zu einem neuen ICH? … Auf jeden Fall ins Ungewisse und diese Ungewissheit lähmte mich, ließ mich noch stärker an diesem Strohhalm der alten Gewohnheiten festhalten.

 

Erst, als ich bereit war, loszulassen und darauf zu vertrauen, dass mein Leben immer irgendwie in meinem Sinne weitergeht, solange ich auf „den Puppenspieler“ höre, ging es steil bergauf. Und dieses Vertrauen, hat mich bis heute nicht enttäuscht. Im Gegenteil.

6) Geh ehrlich mit dir ins Gericht

Hast du den Kern deines Problems erkannt? Wenn ja, super! Wenn nein, wird es Zeit, dass du ehrlich mit dir selbst ins Gericht gehst und dich fragst: Was/wer tut dir in deinem Leben wirklich gut, und was/wer nicht?

Vor was hast du Angst?

Was ist das Schlimmste, das dir passieren könnte, wenn du etwas an deinem Leben veränderst und warum ist es das Schlimmste?

Ist es wirklich so schlimm?

7) Bete für dich, und lass andere für dich beten

Zitat aus der Bibel: „Bittet, so wird euch gegeben.“ (Matthäus 7,7).

Also, worauf wartest du? Bete für dich und lass für dich beten. 

Du willst mehr über meine Gedanken, Gefühle, Erlebnisse insbesondere jedoch über meinen Weg aus dem Burnout erfahren? Dann lass dich von meinem Buch inspirieren. ….

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© Jens Nolte